Estrich in Blockhäusern – Was ist zu beachten?


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Wohnblockhaus in Finnland

Blockhäuser - beziehungsweise Holzhäuser in massiver Blockbauweise - haben ihren ganz besonderen Glanz. Majestätisch, elegant und überwältigend zugleich heben sich die robusten Balken und Leisten nach oben. Im Endprodukt gibt es optisch wohl kaum einen schöneren Anblick als ein Haus aus Holz. Doch jeder der sich schon einmal näher mit dem Thema beschäftigt hat weiß, dass es beim Bau eines Blockhauses einige Dinge zu beachten gibt. So auch beim Gießen des Estrichs. Welcher Estrich ist der richtige für Ihr Blockhaus und welche Rolle spielt das Trocknen? Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen auf was Sie beim Estrich in Blockhäusern achten müssen.

Verschiedene Arten von Estrich

Die wohl am häufigsten verwendeten Estricharten bestehen aus Beton oder Zement. Letzterer ist jedoch sehr schwer und aus diesem Grund für ein Blockhaus und dessen Holzböden eher weniger geeignet. Vor allem im ersten und höheren Stockwerken sollte dieser nicht eingebaut werden. Beim Betonestrich besteht zudem das Problem, dass er relativ viel Wasser mit in den Bau einbringt. Das ist gerade bei Holzbauten nicht von Vorteil, da Feuchtigkeit die Verbreitung des Blaupilzes fördert. Ein besonderer Zusatz kann allerdings dafür sorgen, dass der Wasseranteil verringert wird. Zwar ist diese Variante etwas kostspieliger, sorgt aber zeitgleich auch dafür, dass Sie früher in Ihr neues Zuhause einziehen können.

Eine weitere Alternative bietet der Teerestrich. Dieser ist zwar deutlich wasserärmer als der Estrich aus Beton, aber zugleich auch um einiges schwerer, wodurch er sich wieder weniger eignet.

Zu guter Letzt gibt es noch den sogenannten Trockenestrich. Dieser wird im Gegensatz zu den drei vorigen Varianten nicht gegossen. Er besteht stattdessen aus fertigen Platten, die im Voraus auf den Raum zugeschnitten wurden und nur noch eingebaut werden müssen. Trockenstrich bringt keine unerwünschte Feuchte in den Bau und ist zudem sehr leicht. Deswegen empfiehlt er sich besonders für die oberen Stockwerke eines Blockhauses.

 

Estrich im Blockhaus richtig trocknen

Wer sich für einen Betonestrich entscheidet, sollte dafür sorgen, dass dieser so schnell wie möglich trocknet und auch die eingebrachte Feuchtigkeit aus den Innenkonstruktionen zügig verschwindet. Zwar ist der Blaupilz nicht schädlich, jedoch sieht er recht unschön aus und zerstört die Optik der Holzoberfläche. Auch wenn Sie sich für einen schnell trocknenden Betonestrich entscheiden und ausreichend lüften sollten, empfiehlt sich die Nutzung eines Bautrockners oder Luftentfeuchters, um die Feuchtigkeit so schnell wie möglich aus dem Blockhaus zu entfernen. Solche Bautrockner ziehen die Feuchte aus dem Bau und der Raumluft. Bei manchen Anbietern erhalten Sie diese auch zur Miete, sodass Sie für eine einmalige Verwendung nicht extra einen kaufen müssen. In der Regel ist der Betonestrich nach circa 14 bis 18 Stunden so weit getrocknet, dass Sie ihn begehen und den Bautrockner darauf platzieren können. Die Trocknungsdauer ist abhängig von der während des Baus eingebrachten Feuchte und der Gesamtgröße des Objekts.  

Überlegen Sie also vorher genau, für welchen Estrich Sie sich entscheiden. Zu empfehlen ist eine Kombination aus Betonestrich fürs Erdgeschoss und Trockenestrich für die übrigen Stockwerke. Den Estrich ausgiebig trocknen sollten Sie bei den drei Flüssigvarianten ohnehin. So sorgen Sie dafür, dass Ihr Blockhaus seine beeindruckende und überwältigende Optik behält.


Verantwortlich für diesen Gastbeitrag ist der Gastautor Marius Müller


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