U-Wert (= k-Wert)


U-Wert (= k-Wert) der Wandkonstruktionen:

Der U-Wert gibt den Wärmedurchgang durch ein Bauteil an: wieviel Leistung wird je m² des Bauteils benötigt, um eine Temperaturdifferenz von 1 Kelvin aufrechterhalten zu können? Je niedriger der U-Wert, desto günstiger.


Holz isoliert recht gut, daher werden bei einschaligen Wandkonstruktionen mit Vierkantblockbalken 205 mm schon gute Wärmedämmwerte von 0,53 W/m²K erreicht, aber nach der Energieeinsparverordnung ist der erforderliche U-Wert normalerweise erst mit einer zweischaligen Wandkonstruktion mit Dämmung zu erreichen. Eine Wandkonstruktion mit Vierkantblockbalken 95x170 mm, einer Dämmschicht von 120 mm Stärke und einer Blockpaneelabdeckung von 19 mm hat einen U-Wert von 0,21...0,25 W/m² K je nach der Wärmeleitfähigkeit (lambda-Wert) der gewählten Dämmung. Mit zunehmender Stärke der Blockbalken bzw. der Dämmschicht wird der U-Wert immer günstiger (also < 0,21...0,25 W/m² K). Als Nebeneffekt erhöht eine zweischalige Wandkonstruktion den Schallschutz und außerdem wird bei den Heizkosten kräftig gespart. Siehe auch Wohnblockhäuser, Wandkonstruktionen.

Im Netz finden Sie einfache U-Wert-Rechner. Hier können Sie als Orientierung selbst die U-Werte

der verschiedenen Konstruktionen und Materialstärken miteinander vergleichen. Nach den neuesten Ergebnissen der Forschung kann für Blockbalken aus Polarkiefer ein Lambda-(Wärmeleitfähigkeits-) Wert von 0,12 W/m K angenommen werden. Bei einer Berechnung des U-Wertes von Rundbalkenkonstruktionen müßten neben dem Durchmesser auch die Breite der Fugenaussparungen und die Form der Rundbohlen berücksichtigt werden - dies leisten die Online-Rechner allerdings nicht.


Die alte Bezeichnung 'k-Wert' für den Wärmedurchgangskoeffizienten wurde durch die europäische Bezeichnung 'U-Wert' abgelöst.


Die U-Wert-Beispiele sind auf der Basis des in der finnischen Baurichtlinienkartei RT vorgegebenen lambda-Wertes von 0,12 W/m K für Polarkiefernholz berechnet worden. Je nach Wärmeleitgruppe der Dämmung ergeben sich die angegebenen 'Von-bis-Werte'.  


Niedrigenergiehaus,

Energiesparhaus: Der Begriff Niedrigenergiehaus wird häufig zu Werbezwecken verwendet. Alle Bauvorhaben in Deutschland müssen die Anforderungen der gültigen Energie-Einsparverordnung (EnEV) erfüllen und sollten daher schon Mindeststandards der Energieeffizienz einhalten. Die Vorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Förderung energieeffizienter Wohngebäude (KfW55/70) können als weitere, allerdings unverbindliche Standards genannt werden.

 

Siehe auch: Wohnblockhaus als Niedrigenergiehaus.

 

Energieeinsparverordnung (EnEV):

Die ehemaligen Wärmeschutz- und Heizungsanlagen - Verordnungen sind am 1.2.2002 durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) ersetzt worden, die seitdem mehrmals aktualisiert wurde. Bei allen Bauvorhaben in Deutschland muß diese Verordnung in der jeweils gültigen Fassung beachtet werden. Daraus ergeben sich erhöhte Anforderungen an die Bauplanung und Ausführungsqualität. Hier finden Sie zum Beispiel viele aktuelle Informationen über Energieeinsparverordnung.

 

Siehe auch: Wohnblockhaus als Niedrigenergiehaus.

 

GEG (Gebäudeenergiegesetz) 

GEG soll EnEV voraussichtlich ab 1. Januar 2018 ablösen (Stand 23.01.2017). Aktuelle Informationen gibt es z. B. hier.