U-Wert (= k-Wert)


U-Wert (= k-Wert) der Wandkonstruktionen:
Der U-Wert gibt den Wärmedurchgang durch ein Bauteil an: wie viel Leistung wird je m² des Bauteils benötigt, um eine Temperaturdifferenz von 1 Kelvin aufrechterhalten zu können? Je niedriger der U-Wert, desto günstiger.

Die alte Bezeichnung 'k-Wert' für den Wärmedurchgangskoeffizienten wurde durch die europäische Bezeichnung 'U-Wert' abgelöst.

 

Holz isoliert recht gut, daher werden bei einschaligen Wandkonstruktionen mit Vierkantblockbalken 220 mm schon sehr gute Wärmedämmwerte von 0,49 W/m²K erreicht. 

 

Eine Wandkonstruktion mit Vierkantblockbalken 95x170 mm, einer Dämmschicht von 120 mm Stärke und einer Blockpaneelabdeckung von 20 mm hat einen U-Wert von 0,21...0,25 W/m² K je nach der Wärmeleitfähigkeit (lambda-Wert) der gewählten Dämmung. Mit zunehmender Stärke der Blockbalken bzw. der Dämmschicht wird der U-Wert immer günstiger (also < 0,21...0,25 W/m² K). Als Nebeneffekt erhöht eine zweischalige Wandkonstruktion den Schallschutz.

Siehe  auch WohnblockhäuserWandkonstruktionen.

 

Die U-Wert-Beispiele sind auf der Basis des in der finnischen Baurichtlinienkartei RT vorgegebenen lambda-Wertes von 0,12 W/m K für Polarkiefernholz berechnet worden. Je nach Wärmeleitgruppe der Dämmung ergeben sich die angegebenen 'Von-bis-Werte'.

 

Im Netz finden Sie einfache U-Wert-Rechner. Hier können Sie als Orientierung selbst die U-Werte der verschiedenen Konstruktionen und Materialstärken miteinander vergleichen. Nach den neuesten Ergebnissen der Forschung kann für Blockbalken aus Polarkiefer ein Lambda-(Wärmeleitfähigkeits-)Wert von 0,12 W/m K angenommen werden. Bei einer Berechnung des U-Wertes von Rundbalkenkonstruktionen müßten neben dem Durchmesser auch die Breite der Fugenaussparungen und die Form der Rundbohlen berücksichtigt werden - dies leisten die Online-Rechner allerdings nicht. 

Blockbohlenstärke eines Blockbohlenhauses und EnEV

Nach der Energieeinsparverordnung  müssen die dünnen Wände von Blockbohlenhäusern in der Regel mit einer zweischaligen gedämmten Wandkonstruktion ausgeführt werden. 

Blockbalkenstärke eines Massivholzhauses und EnEV

Die Wandkonstruktionen mit dicken Blockbalken und guter Dämmung von Dach und Bodenplatte erfüllen zurzeit  die Anforderungen nach EnEV.  Es wird nicht mehr alleine die U-Wert der Wände betrachtet, sondern alle Bauteile zusammen, inklusive Haustechnik.

Bei einer kompakten Architektur des Wohnhauses  reicht in den meisten Regionen, der einschalige Wandaufbau mit Vierkantbalken 200 mm und Rundbohlen 230 mm problemlos aus.

 

Siehe auch Wohnblockhäuser, Wandkonstruktionen.


Niedrigenergiehaus,

Energiesparhaus: Der Begriff Niedrigenergiehaus wird häufig zu Werbezwecken verwendet. Alle Bauvorhaben in Deutschland müssen die Anforderungen der gültigen Energie-Einsparverordnung (EnEV) erfüllen und sollten daher schon Mindeststandards der Energieeffizienz einhalten. Die Vorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Förderung energieeffizienter Wohngebäude (KfW 55 / KfW 40 / KfW 40+) können als weitere, allerdings unverbindliche Standards genannt werden.

 

Siehe auch: Wohnblockhaus als Niedrigenergiehaus.

 

Energieeinsparverordnung (EnEV):

Die ehemaligen Wärmeschutz- und Heizungsanlagen - Verordnungen sind am 1.2.2002 durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) ersetzt worden, die seitdem mehrmals aktualisiert wurde. Bei allen Bauvorhaben in Deutschland muss diese Verordnung in der jeweils gültigen Fassung beachtet werden. Daraus ergeben sich erhöhte Anforderungen an die Bauplanung und Ausführungsqualität.  Seit dem 01.01 2016 gilt die EnEV 2016. Hier finden Sie zum Beispiel viele aktuelle Informationen über Energieeinsparverordnung.

 

Siehe auch: Wohnblockhaus als Niedrigenergiehaus.

 

GEG (Gebäudeenergiegesetz) 

GEG soll EnEV 2016 voraussichtlich ab 1. Januar 2018 ablösen (Stand 23.01.2017). Aktuelle Informationen gibt es z. B. hier.